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Die Freiheit des einen ist nicht die Freiheit aller
Es scheint so, als würden immer noch viele dem Glauben anhängen, man müsse die Wirtschaft und die Märkte deregulieren, die vielen komplizierten Gesetze abschaffen und den Unternehmen möglichst freie Hand lassen. Dies würde zu höherer Wirtschaftsleistung und damit zu mehr Wohlstand für alle führen. Und weniger Regeln bedeuten doch schließlich auch mehr Freiheit für alle.
Dies ist ein fundamentaler Irrglaube. Deregulierung schafft zwar tatsächlich Regeln ab und es erscheint auf den ersten Blick so, als würde dies allgemein zu mehr Freiheit führen. Wir müssen uns jedoch fragen: Mehr Freiheit für wen?
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Die Corona-Kommunikation der Regierung und was sie mit Neoliberalismus zu tun hat
Am 13. Dezember 2020, etwa eine Woche nach Beendigung des zweiten Lockdowns, hat Bundeskanzler Sebastian Kurz in einem Interview gesagt, die dritte Corona-Welle werde noch stärker als die zweite. Dabei stecken wir immer noch mitten in der zweiten Welle. Sollten über 2.000 tägliche Neuinfektionen und zwischen 100 und 150 Tote pro Tag tatsächlich die Talsohle darstellen, wäre eine solche dritte Welle ein absolutes Horrorszenario.
Nun spricht Kurz hier jedoch von dieser dritten Welle, als hätte er überhaupt keinen Einfluss darauf, wie stark diese ausfallen wird. Die Welle wird einfach kommen und niemand kann etwas dagegen tun.